Ambulante Sozialpsychiatrie

Die Ambulante Sozialpsychiatrie umfasst Leistungen der Eingliederunghilfe für psychisch kranke Menschen in Hamburg.

Information und Aufnahme

Informieren Sie sich unverbindlich und kostenfrei über die Unterstützungsleistungen der GPD. Rufen Sie uns an und vereinbaren Sie ein Informationsgespräch oder kommen Sie einfach vorbei.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen Sie weiterhin gerne bei der Antragstellung zur Ambulanten Sozialpsychiatrie (Eingliederungshilfe) und sorgen für einen reibungslosen Beginn unserer Hilfen für Sie.

Auch als Angehöriger oder Vertreter von psychisch erkrankten Menschen sind unsere Aufnahmemitarbeiterinnen für Sie ebenfalls erste Ansprechpartner.

Informations- und Aufnahmebüro der GPD Nordost
Jüthornstraße 42

22043 Hamburg (Marienthal)
Telefon: 040 682826-55

Telefax: 040 682826-79
E-Mail: info@gpd-nordost.de

Sprechzeiten (telefonisch und persönlich):
Dienstag 14.00-16.00 Uhr
Donnerstag 10.00-12.00 Uhr



Bewilligungsverfahren zur ambulanten Eingliederungshilfe

Haben Sie sich entschieden, Unterstützungsleistungen der GPD  in Anspruch zu nehmen, können Sie die Kostenübernahme hierfür beim Grundsicherungs- und Sozialamt beantragen. Sie stellen dazu einen Antrag auf Hilfeleistungen der ambulanten Eingliederungshilfe nach § 53 SGB XII. Auf Wunsch unterstützen wir Sie bei der Antragstellung, dem gesamten Verfahren und begleiten Sie auch zu dem Gespräch im Fachamt für Eingliederungshilfe. Wenden Sie sich einfach an unser  Informations- und Aufnahmebüro. Im Folgenden erklären wir Ihnen den Ablauf des Bewilligungsverfahrens:

  1. Zunächst erklären Sie (oder eine Vertretungsperson) gegenüber Ihrem zuständigen Grundsicherungs- und Sozialamt, dass Sie fachliche Unterstützung und Hilfe in Anspruch nehmen wollen. Dies können Sie mündlich oder in einem formlosen schriftlichen Antrag tun.
    Bezirk Wandbek: Wandsbeker Allee 71 (U/S-Bahn Wandsbek)                                                                                                                                   • Bezirk Nord: Poppenhusenstraße 12 (U/S-Bahn Barmbek)
  2. Das Grundsicherungs- und Sozialamt prüft ob die Voraussetzungen für Ihren Antrag auf Kostenübernahme gegeben sind (unter anderem werden Ihre Einkommenssituation und Ihre Vermögensverhältnisse geprüft) und leitet Ihren Antrag an das Fachamt für Eingliederungshilfe weiter (Eingangsdienst, Maurienstraße 3, 220305 Hamburg). Das Grundsicherungs- und Sozialamt prüft auch, ob Sie zu dem Personenkreis gehören, für den Hilfeleistungen der ambulanten Eingliederungshilfe bezahlt werden. In manchen Fällen wendet sich für diese Prüfung der Medizinische Dienst des Fachamtes Eingliederungshilfe direkt an Sie.
  3. Das Fachamt für Eingliederungshilfe benötigt unter anderem folgende Unterlagen:
    Einen aktuellen Arztbericht, erstellt in einer Klinik oder durch den behandelnden Arzt. Der Bericht soll Angaben über Diagnose, Verlauf der Erkrankung, aktuelle Medikation enthalten, sowie die Notwendigkeit einer ambulanten Hilfestellung im Rahmen des Betreuten Wohnens aus ärztlicher Sicht deutlich werden lassen.
    Einen aktuellen Sozialbericht. Dieser soll wichtige Lebensdaten enthalten (Familiengeschichte, beruflicher Werdegang, Einkommen, Grad der Behinderung, gesetzliche Betreuung, Aufenthaltsstatus und Staatsangehörigkeit).
  4. Nach Eingang der Unterlagen lädt sie das Fachamt schriftlich zu einem Gespräch ein, um gemeinsam mit Ihnen Ihren Hilfebedarf festzustellen und zu besprechen. Hier werden Sie auch gefragt, ob Sie einen bestimmten Anbieter für die nötigen Unterstützungsleistungen wünschen oder einen Vorschlag benötigen.
  5. Das Ergebnis Ihres Gespräches mit dem Fachamt für Eingliederungshilfe (Gesamtplan nach § 58 SGB XII) wird an das Grundsicherungs- und Sozialamt mitgeteilt.
    Von dort erhalten Sie einen Bewilligungsbescheid, in dem das Grundsicherungs- und Sozialamt Ihnen mitteilt, ob und in welchem Umfang Sie Unterstützungsleistungen erhalten.
  6. Mit einer Bewilligung/Kostenzusage wenden Sie sich dann an unser Informations- und Aufnahmebüro um dort gemeinsam Ihre Aufnahme zu organisieren.
    Auch ohne eine Bewilligung können Sie sich bei Ihren Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern im Informations- und Aufnahmebüro melden, damit wir Ihre Aufnahme möglichst früh vorbereiten und Sie beim Antragsverfahren unterstützen können.

Ambulante Sozialpsychiatrie?

 

 

Der Begriff Ambulante Sozialpsychiatrie steht für die Eingliederungshilfe für psychisch kranke Menschen in Hamburg. Alle Leistungsarten der Eingliederungshilfe sind unter dem Namen Ambulante Sozialpsychiatrie zusammengefasst. Unter dieser Überschrift erhalten die Betroffenen bei jedem Anbieter dieser Leistungsart prinzipiell vergleichbare Leistungen.
Grafik Inhalte der ambulanten Sozialpsychiatrie: niedrigschwellige Leistungen und personenorientierte Leistungen

 

 

 

 

 

Kennzeichnend für die Ambulante Sozialpsychiatrie ist, dass die Zentren mit ihren Leistungen nicht nur von denen genutzt werden können, die über eine Kostenbewilligung für Eingliederungshilfe verfügen. Sie wenden sich auch an Menschen, die kostenlose und (auf Wunsch) anonyme Beratungs-, Begegnungs- und Gruppenleistungen (niedrigschwellige Leistungen) benötigen. Die GPD kann in diesem Bereich auf über 30 Jahre Erfahrung zurückgreifen, und steht mit dieser ehemals von den Psychosozialen Kontaktstellen geleisteten Unterstützung zu Ihrer Verfügung. Wenn hier ein höherer Hilfebedarf deutlich wird, kann so ein fließender Übergang zu den personenorientierten Betreuungsleistungen gestaltet werden.

Was bedeutet dies für die NutzerInnen und VermittlerInnen von Leistungen der Eingliederungshilfe?

 

 

NutzerInnen haben durch die prinzipielle Vergleichbarkeit der Leistungen eine größere Wahlmöglichkeit bei der Auswahl des Leistungsanbieters. Die Leistungen der Ambulanten Sozialpsychiatrie werden nach einheitlichen Maßstäben finanziert, die Suche nach einem passenden Anbieter ist damit flexibler geworden.

 

 

 

Der Wegfall der Unterscheidung nach Leistungen des BEWO/DEWO und der PPM vereinfacht die Prüfung der Frage, welche Leistung unter Kostengesichtspunkten die Richtige ist. Bei Vorliegen einer entsprechenden Bewilligung des Sozialhilfeträgers (dabei bieten wir unsere Unterstützung an) kommt prinzipiell jeder Anbieter Ambulanter Sozialpsychiatrie in Frage. So kann das Augenmerk mehr auf inhaltliche Kriterien wie zum Beispiel Standort, Öffnungszeiten oder Leistungsangebote gerichtet werden.